NEUBAU PFLEGEWOHNHEIM

Chance Bifang nutzen!

Das Komitee steht ein für die Umzonung Bifang und somit den Neubau des Alters- und Pflegewohnheim an einem neuen Standort. Folgende Argumente sprechen für uns klar für einen Neubau am Standort Bifang:

Das Bärgmättli wurde als Wohnheim gebaut

und ist nicht geeignet für den Betrieb als Pflegeheim.


Die Anforderungen haben sich grundsätzlich verändert, vom früheren Altersheim «Wohnheim für Menschen im Pensionsalter» hin zum heutigen Pflegewohnheim «Pflegeinstitution für Menschen, die aufgrund ihrer pflegerischen Bedürfnisse nicht mehr allein oder mit ihnen nahestehen Personen leben können».

Heute ist das Durchschnittsalter bei einem Eintritt rund 83 Jahre, wobei über 50% der Bewohnerinnen und Bewohner älter als 90 Jahre sind. Die besseren Lebensbedingungen und der medizinische Fortschritt haben dazu geführt, dass die Lebenserwartung erheblich angestiegen ist. Es geht heute um pflegebedürftige Menschen, deren ganzheitliche und abgestimmte Betreuung und Pflege, sowie die dafür notwendigen Räumlichkeiten. 

Rund die Hälfte der Bewohner kommen nach einem Vorfall direkt aus dem Spital, die andere Hälfte kommt von zu Hause, weil die körperlichen Einschränkungen so gross sind, dass die ambulante Pflege an ihre Grenzen stösst. Die Eintretenden haben oft Mehrfacherkrankungen und einen hohen Pflegebedarf.

Eine Sanierung mit notwendigen Erweiterungen ist mindestens gleich teuer oder teurer und bietet nicht die Möglichkeiten eines Neubaus.

Wir möchten neu bauen weil:

  • Das Gebäude kann aufgrund seiner Konzeption nur beschränkt und sehr kostenintensiv saniert und umgebaut werden.

  • Mit einem Umbau kann nicht auf die Anforderungen eingegangen werden (Raumgrösse, Situierung, Höhen, Ausrichtung und Konzept bleiben gegeben).

  • Im bestehenden Gebäude kann kein passendes Raumkonzept umgesetzt werden:

    • Anlieferung und Eingang sind am gleichen Ort.

    • Das Raumkonzept schränkt die Privatsphäre ein, da es kaum Raum für den privaten Austausch bietet.

    • Notwendige Personalräume fehlen.

    • Der Empfang ist falsch situiert.

    • Das Gebäude verfügt weder über einen Wäsche- noch einen Restmüllabwurf.

  • Viele Zimmer sind mit 12 – 18 qm viel zu klein und zu nieder:

    • Diese können nicht vergrössert werden, da die Wände tragend sind.

    • Mit einem Rollstuhl kann man sich im Zimmer kaum drehen.

    • Die Türen sind für die Pflegebetten zu schmal.

    • Rund 2/3 der Zimmer haben keine Dusche oder Bad im Zimmer.

    • Im ersten und zweiten Stock müssen sich 48 Personen vier Duschen teilen.

    • Zu geringe Raumhöhen im 1. & 2. OG – bei Einbau von Nasszellen bleibt eine Raumhöhe von 1.80 Meter, was nicht zulässig ist.

  • Die Statik lässt keine seriöse Sanierung mehr zu:

    • Raumprogramm

    • Erdbebenertüchtigung

  • Das Gebäude verfügt über keine für einen Pflegebetrieb notwendige Lüftung.

    • Nachrüstung aufgrund Raumhöhen schwierig

  • Das Gebäude entspricht nicht mehr den energetischen Anforderungen, was Isolation und Haustechnick angehen (Winter Kälte & Sommer Wärme).

  • Das Gebäude entspricht nicht mehr den aktuellen sicherheitstechnischen Anforderungen – Evakuationsfähigkeit & Erdbebenebensicherheit.


Hinweis: Es kam schon einige Male vor, dass sich potenzielle Bewohner oder deren Angehörige aufgrund der Infrastruktur dazu entschieden haben, in einer anderen Gemeinde in ein Pflegeheim einzutreten.

Fragen und Antworten

Kann sich Beromünster einen Neubau leisten?

Beromünster kann es sich nicht leisten, auf den Neubau des Pflegeheims zu verzichten. Die aktuellen Räumlichkeiten sind ungeeignet, um längerfristig ein Pflegeheim darin zu betreiben- Als Alternative bleibt nur die mittelfristige Schliessung des Pflegewohnheimbetriebes.

Kann sich der Bürger zum Neubau äussern?

Die Bevölkerung entscheidet über den Neubau und das Projekt im Rahmen der aktuellen Teilzonenplanrevision. Ebenfalls gibt es später die Möglichkeit, die Rechtsmittel im Baubewilligungsverfahren zu nutzen.

Was passiert mit den jetzigen Alterswohnungen?

Das gesamte Grundstück, inklusive der Alterswohnungen, wird an den Kanton Luzern veräussert. Da über die Parzelle zukünftig die Entlastungsstrasse Beromünster führen wird, werden die Alterswohnungen rückgebaut. Am Standort Bifang werden als Ersatz neue Alterswohnungen realisiert.

Kann man das Gebäude nach einem Umzug des Pflegewohnheimes nicht weiterverwenden?

Das aktuelle Gebäude kann nur als Wohnheim oder zumindest in artverwandter Funktion weiterbetrieben werden. Ein Bedarf für solche Infrastrukturen besteht in der Gemeinde Beromünster nicht. Dies zeigt auch das sich in unmittelbarer Nähe befindliche leerstehende Studienheim Don Bosco. Diverse Neubauprojekt in anderen Gemeinden haben jeweils gezeigt, dass die entsprechenden Gebäude am besten rückgebaut werden. In Beromünster erübrigt sich diese Fragestellung, da über die entsprechende Parzelle nach dem Rückbau die Umfahrungsstrasse geführt werden wird.

Muss das Altersheim der Umfahrungsstrasse weichen?

Nein. Der bauliche Bedarf des Altersheims steht in keinerlei Abhängigkeit zur Umfahrungsstrasse. Ebenso haben die Abklärungen unabhängig aufgezeigt, dass sich ein Neubau am Standort Bifang empfiehlt. Es gilt aber festzuhalten, dass durch das Freiwerden der jetzigen Parzelle diese durch den Kanton erworben werden kann und die Entlastungsstrasse damit optimal durch Beromünster geführt werden kann.

Kann sich die Gemeinde alle angedachten Millionenprojekte leisten? - Umfahrung, Neubau Pflegewohnheim, Dreifachturnhalle, Landkauf…. etc. Wir belasten kommende Generationen.

Sämtliche Projekte in der Gemeinde Beromünster entstammen aus einer langfristigen Planung und sind aufeinander abgestimmt. Diese werden durch verschiedene Träger mit entsprechend unterschiedlicher Finanzierung realisiert.

So ist das Umfahrungsprojekt ein Projekt des Kantons Luzern und wird aus den zweckgebundenen Mitteln des Strassenbaus des Kantons finanziert, da es sich um eine Kantonsstrasse handelt.

Der Neubau des Pflegewohnheims ist ein Projekt der Pflegewohnheim Bärgmättli AG und wird über deren Rechnung und Rückstellungen finanziert. Diese hat entsprechend die bestehenden Gebäudeeinheiten in den letzten Jahren abgeschrieben und ist aus betrieblichen Gründen auf die Erneuerung der Immobilien angewiesen.

Bei der Dreifachturnhalle handelt es sich um eine Investition der Einwohnergemeinde, welche bereits seit Jahren in der Schulraumplanung vorgesehen ist.

Beim Landkauf hingegen geht es um eine Verschiebung des Finanzvermögens der Gemeinde von Barmitteln in Bauland, um Einfluss auf dessen Entwicklung nehmen zu können. Dieses wird zu einem späteren Zeitpunkt veräussert und ist daher keine Ausgabe.

Gehen danach die Taxen in die Höhe?

Aufgrund der Entwicklungen in der Langzeitpflege ist allgemein von einem Wachstum der Kosten auszugehen, welches nur bedingt durch die Infrastrukturkosten angetrieben wird. Die neuen Infrastrukturen ermöglichen den langfristigen Pflegewohnheimbetrieb und bedeuten gleichzeitig eine Effizienzsteigerung.

Brauchen wir nicht mehr als 82 Plätze?

Verschiedene Berechnungen haben ergeben, dass voraussichtlich der optimale Weg ist, an der bestehenden Grösse von 82 Plätzen festzuhalten. Diese sind auch durch die Pflegeplatzplanung des Kantons Luzern für Beromünster reserviert.

Berücksichtigt ist dabei das weitere Bevölkerungswachstum der Gemeinde und die zusätzlichen Segmente, welche durch die Übergangspflege dazukommen, wie auch neue medizinische Behandlungsmöglichkeiten sowie die prozentuale Abnahme der Menschen, welche in Zukunft einen Pflegeheimplatz benötigen. Dies insbesondere durch den weiteren Ausbau der ambulanten Angebote.

Weil der Neubau ein Kompetenzzentrum für Gesundheit und Pflege ermöglicht welches durch:

- medizinische und pflegerische Grundversorgung

- weitergehende Angebote, wie 24h- Notruf- und Pikett-Dienst

- und als fachliche wie auch soziale Drehscheibe